Cybercrime 15.11.2019, 10:30 Uhr

Vor diesen neun Bedrohungen fürchten sich Internetnutzer am meisten

Laut aktueller Umfrage von Bitkom Research zählen vor allem Viren, Trojaner, Datenmissbrauch und gestohlene Passwörter zu den größten Sorgen der deutschen Onliner.
Komplexe Passörter, Mehr-Faktor-Authentifizierung, Sicherheitsupdates und das Löschen dubioser E-Mails schützen vor Cybercrime-Attacken.
(Quelle: Pixabay )
Bitkom Research im Auftrag hat eine Repräsentative Umfrage zum Thema Bedrohung im Internet durchgeführt. Diese neun Online-Bedrohungen bereiten den Deutschen am meisten Sorgen:
Schadprogramme
Bösartige Programme zählen zu den größen Sorgen der User. So fürchten 79 Prozent der Befragten, dass sich ihr Computer oder Smartphone mit  Viren oder Trojanern infizieren könnte.
Datenmissbrauch
Sieben von zehn Internetnutzern (70 Prozent) haben Angst, dass Datenschutzgesetze nicht eingehalten werden und ihre persönlichen Daten unerlaubt weitergegeben und beispielsweise für Werbezwecke missbraucht werden.
Diebstahl des Passwortes
Für 54 Prozent der Internet-User ist die Vorstellung, dass Cyberkriminelle ihr Passwort knacken und die Online-Konten übernehmen könnten eine bedrohliche Vorstellung.
Datenspionage
45 Prozent haben Angst, dass Geheimdienste auf verschlüsselte oder persönliche Online-Kommunikation zugreifen.
Online-Banking-Betrug
Fremder Zugriff auf die eigenen Finanzen: Betrug beim Online-Banking sehen 30 Prozent als als Online-Bedrohung, der es aus dem Weg zu gehen gilt.
Online-Shopping-Schwindel
Auf die Angst vor dem Online-Banking-Betrug folgt die Sorge auf einen gefälschten Online-Shop hineinzufallen. Drei von zehn Befragten haben fürchten, dass bestellte und bereits bezahlte Ware niemals ankommt.
Beleidigungen und Mobbing
Diskussionen in sozialen Netzwerken oder Online-Foren lassen zuweilen einen guten Ton vermissen. Nicht selten sind Onliner auch mit Beleidigungen oder Mobbing konfrontiert. 17 Prozent der Befragten empfinden dies als bedrohlich.
Sexuelle Belästigungen
Neben Mobbing wird auch das sogenannte Cyber-Grooming als Bedrohung gesehen. 17 Prozent fühlen sich durch sexueller Belästigung im Internet bedroht.
Hassbotschaften
Jeder neunte Onliner sieht in Hassrede und Volksverhetzung für sich eine Bedrohung.

So schützt man sich vor Cyberkriminalität

Quelle: Bitkom
Laut Bitkom schützen diese sechs Tipps vor Cyberkriminalität: User sollten komplexe Passwörter, die mindestens acht Zeichen lang sind und sowohl Groß- und Kleinbuchstaben als auch Ziffern und Sonderzeichen enthalten, verwenden. Zudem sollte das Passwort kein Begriff sein, der im Wörterbuch steht und keinen Bezug zum beruflichen oder privaten Umfeld haben. Eine weitere Möglichekeit ist den Passwort-Manager als Kennwort-Tresor einzusetzen. Der Passwort-Manager generiert komplexe Passwörter und hebt diese sicher auf. Zudem bietet die Mehr-Faktor-Authentifizierung mehr Sicherheit: Beim Einloggen gibt man das Passwort ein, anschließend bekommt man eine TAN per SMS. Auch regelmäßige Updates schützen vor Viren und Schadsoftware, denn Sicherheitslücken sind häufig Programmierfehler, durch die sich Viren und Schadsoftware Zugang zu den Daten verschaffen. Die Sicherheitsupdates  schließen diese Lücken. Besondere Vorsicht ist bei dubiosen E-Mails und Anfragen geboten: Banken und andere Unternehmen bitten ihre Kunden nie per E-Mail, vertrauliche Daten im Netz einzugeben. Diese Mails sind am besten sofort zu löschen. Das Gleiche gilt für E-Mails mit unbekanntem Dateianhang oder verdächtigen Anfragen in sozialen Netzwerken. Wenn über Sicherheitslücken, Hacks oder ähnliche Vorfälle berichtet wird, sollten Nutzer handeln. Um an Informationen zu kommen, können Nutzer beispielsweise Apps wie das Sicherheitsbarometer von DSIN einsetzen.


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