Gastkommentar
04.10.2018, 08:03 Uhr

Warum selbst die "Großen" im Online-Handel mit PIM an Grenzen stoßen

Über PIM-Systeme lassen sich Produktinformationen zusammenführen, standardisieren, bearbeiten und verwalten. Für Händler wie Hersteller ist es aber an der Zeit, das eigene PIM durch IT-Plattformen sinnvoll zu ergänzen.
Christian Junker, Geschäftsführer der loadbee GmbH
(Quelle: loadbee )
Von Christian Junker, Geschäftsführer loadbee
Haben Sie sich als Endkunde nicht auch schon gefragt, warum Sie im Online Shop des Händlers XY nicht alle Produktinfos für Ihre Kaufentscheidung finden und woanders weiter recherchieren müssen? Product-Information-Management-Systeme, kurz PIM-Systeme, oder auch Digital-Asset-Management- (DAM) beziehungsweise Media-Asset-Management (MAM)-Systeme sind heute - anders als noch vor zehn Jahren - zum Glück gang und gäbe. Über solche Datenbanklösungen lassen sich Produktinformationen zusammenführen, standardisieren, bearbeiten und verwalten.
Hersteller haben aber neben der Daten-Organisation heute mehr denn je die Herausforderung, diese Daten an eine stetig steigende Anzahl von Händlern zu distribuieren. Die Händler ihrerseits stehen vor der Herausforderung, aller Daten ihrer Lieferanten Herr werden zu müssen.
Warum ist das Thema so tricky? Erst einmal hat die Menge an "Content" selbst zugenommen. Noch wichtiger aber ist: Online-Händler haben mitunter mehrere hundert Lieferanten. Das bedeutet mehre hundert Schnittstellen in den Shop. Als wenn das nicht reichen würde, schicken diese Lieferanten ihre Daten oftmals in verschiedenen Datenformaten. Ein enormer Datenpflegeaufwand für die IT. Dazu kommt dann noch, dass die Daten am Desktop, auf mobilen Endgeräten, ja, an jedem Touchpoint konsistent ausgespielt werden sollen. Deswegen sollten die oben genannten Systeme heute durch IT-Plattformen zur Content Syndication sinnvoll ergänzt werden.

IT-Plattformen unterstützen

Es ist das Wesen des E-Commerce, dass die besten Einkaufserlebnisse heute nur noch im Verbund mit verschiedenen Playern geschaffen werden können. Die einzelnen Disziplinen sind einfach zu umfangreich geworden und fordern dementsprechend Expertise. Die Verteilung von Produktinformationen ist dabei unser Steckenpferd.
Händler (und deren Lieferanten) können dem beschriebenen Wust aus Schnittstellen und Datenformaten entgehen, indem sie auf eine Plattform für Content Syndication setzen. Auf einer solchen Plattform laden Marken für jedes einzelne Produkt vollautomatisch ihre vollumfänglichen Produktinformationen fertig gelayoutet ein. Händler können die fertig konfektionierte Produktinfo durch ein einmalig implementiertes Plug-In direkt und ebenfalls vollautomatisch in ihren Produktdetailseiten darstellen. So nutzen sie diese Daten als Content as a Service direkt vom Lieferanten für ihren Shop. Das spart Arbeit, optimiert messbar die Qualität des Shops und den Verkaufserfolg.

Vollumfängliche Produktdaten = höhere Conversion    

Dieser gemeinschaftliche Ansatz zwischen Marke (hat vollumfänglichen Content) und Händler (hat den Kunden im Shop) führt am Ende des Tages nachweislich zu einer höheren Conversion. Denn im Moment der Kaufentscheidung hat der Endkunde vollumfängliche Infos zum Produkt vorliegen.
Das freut die Marke, denn ihre Produkte werden bestmöglich präsentiert. Das freut den Händler, denn er verkauft mehr ab und es freut natürlich letztlich auch den Kunden, denn er kann sich im Moment der Kaufentscheidung bestmöglich informieren und hat ein entsprechend positives Einkaufserlebnis. Deswegen ist es heute für Händler wie Hersteller an der Zeit, das eigene PIM durch IT-Plattformen sinnvoll zu ergänzen.

Autor(in) Online Redaktion


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