E-Health 11.07.2019, 13:20 Uhr

Sprechstunde bei Dr. Google und beim virtuellen Arzt

Über die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher informieren sich im Internet über ihre Gesundheit. Der Wert stagniert jedoch seit 2015 zum Teil auch wegen der Unzuverlässigkeit. Abhilfe könnte die Telemedizin schaffen.
(Quelle: Pixabay)
Über die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher, genau sind es 52 Prozent, nutzen laut Eurostat das Internet zur Beschaffung von gesundheitsrelevanten Informationen. Im Jahr 2018 sind das 20 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Seit 2015 stagniert die Zahl jedoch mehr oder weniger, das liegt vielleicht auch daran, dass das Internet bislang nur bedingt zuverlässige Informationen liefert.
Abhilfe könnten hier in Zukunft digitale Arztbesuche und telemedizinische Dienstleistungen bieten. Der Markt ist groß und erste Start-ups sowie Branchengrößen beschäftigen sich mit dem Thema. Es ist jedoch noch ein weiter weg bis zu einem durchdigitalisierten Gesundheitswesen, nicht zuletzt aufgrund des Vertrauens der Menschen in solche Angebote.
Quelle: Statista
Eine Umfrage unter 1.046 Deutschen hat ergeben, dass sich über die Hälfte der Befragten Onlinebuchung von Arztterminen wünscht und auch digitale Rezepte können sich viele vorstellen. Immerhin rund ein Viertel würden auch eine Sprechstunde via Internet sowie eine elektronische Gesundheitsakte bevorzugen. Fast ein Drittel hat überhaupt kein Vertrauen in digitale Services im Gesundheitsbereich. Lediglich 9 Prozent würden telemedizinische Dienstleistungen, beispielsweise videogestützte Untersuchungen und Diagnosen, nutzen wollen.
Quelle: Statista


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