Capgemini Studie 22.07.2019, 12:00 Uhr

Unternehmen setzen zunehmend auf Künstliche Intelligenz in der Cybersecurity

Die Studie "Reinventing Cybersecurity with Artificial Intelligence: The new Frontier in Digital Security" von Capgemini zeigt, dass bis 2020 zwei von drei Unternehmen Künstliche Intelligenz (KI) in der Cybersecurity einsetzen wollen.
Jedes zweite Unternehmen erhöht bis 2020 die Budgets für KI in der Cybersicherheit um 29 Prozent. 73 Prozent der befragten Unternehmen testen Anwendungsfälle für KI in diesem Bereich.
(Quelle: Pixabay)
Aus der aktuellen Studie "Reinventing Cybersecurity with Artificial Intelligence: The new Frontier in Digital Security" von Capgemini geht hervor, dass eine durch Künstliche Intelligenz gestützte Cybersicherheit für Unternehmen mittlerweile unerlässlich ist: So gaben 56 Prozent der Führungskräfte weltweit an, dass ihre Cybersicherheitsanalysten überfordert sind. Zudem hat sich die Art der Cyberrisiken, die ein sofortiges Eingreifen erfordern oder von Cyberanalysten nicht schnell genug behoben werden können, deutlich erhöht. Dies sind beispielsweise Cyberangriffe auf zeitkritische Anwendungen. So gaben 42 Prozent an, dass diese um 16 Prozent gestiegen sind. Aber auch automatische Angriffe, die so schnell mutieren, dass sie durch traditionelle Reaktionssysteme nicht neutralisiert werden können, sind um 15 Prozent gestiegen.

Kürzere Reaktionszeiten und höhere Effizienz

Angesichts der neuen Bedrohungen sind 69 Prozent der Unternehmen der Meinung, ohne den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) nicht auf Cyberangriffe reagieren zu können. Daher erhöhen Führungskräfte KI-Investitionen. 64 Prozent der Befragten gaben an, dass durch den Einsatz von KI die Kosten für die Erkennung von Sicherheitslücken sowie die Reaktionszeit zur Behebung gesenkt werden können. 74 Prozent der Führungskräfte erläuterten, dass durch KI die Reaktionszeit verkürzt werden kann. Dabei handelt es sich um die Zeit, die benötigt wird, um Bedrohungen zu erkennen, Verstöße zu beheben und Patches zu implementieren. Außerdem verbessert KI laut 69 Prozent der Befragten die Genauigkeit bei der Erkennung von Verstößen. Weitere 60 Prozent sind der Meinung, dass KI die Effizienz der Cybersicherheitsanalysen erhöht.

Bis 2020 nutzen 63 Prozent KI in der Cybersicherheit

Jedes zweite Unternehmen erhöht bis 2020 die Budgets für KI in der Cybersicherheit um 29 Prozent. 73 Prozent der befragten Unternehmen testen Anwendungsfälle für KI in diesem Bereich. 63 Prozent der Unternehmen möchten bis 2020 KI für Cybersecurity-Zwecke einsetzen, vor 2019 nutzte bereits jedes fünfte Unternehmen KI für diese Zwecke. Zur größten Herausforderung bei der Implementierung von KI für Cybersicherheit zählt das mangelnde Verständnis dafür, wie Anwendungsfälle vom Proof of Concept bis zur flächendeckenden Umsetzung skaliert werden können. 
"Cyberangriffe haben eine neue Komplexität und Geschwindigkeit erreicht – und diese Bedrohung wächst weiter. Immerhin sind sich die meisten Unternehmen bewusst, dass Cybersicherheitsanalysten viele Angriffe nur noch mit Hilfe von KI zuverlässig abwehren können“, so Dr. Paul Lokuciejewski, Leiter Cybersicherheit bei Capgemini Invent. „Damit KI ihr volles Potenzial in der Cybersicherheit entfalten kann, brauchen die Unternehmen eine mit der Cyberstrategie klar abgestimmte Roadmap, um eine effiziente Implementierung sicherzustellen. Wichtig ist auch, sich auf die wesentlichen Anwendungsfälle zu fokussieren, die skalierbar sind und den höchsten Return on Investment generieren. Auf diesem Weg können Unternehmen nicht nur Kosten sparen, sondern auch die Wahrscheinlichkeit gravierender Sicherheitsvorfälle reduzieren."
Hier können Sie die gesamte Studie downloaden.


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