Russmedia Digital 29.09.2022, 14:00 Uhr

Von Google über Metaverse: So war die Interactive West 2022

Nirgendwo sonst sind die Themen so unterschiedlich und zukunftsweisend wie auf der Interactive West, der größten Digitalkonferenz im Bodenseeraum. Diese fand am 26. und 27. September 2022 mit rund 700 Teilnehmenden und über 20 Vortragenden statt.
(Quelle: Frederik Sams)
Ob regionale Start-ups, namhafte Unternehmen oder große Player – auf der Interactive West sind alle vertreten. Doch alle haben etwas gemein: Sie sind haben Visionen, innovative Ideen und ein Herz für neue Technologien. Die hochkarätigen internationalen und regionalen Speaker spannten auf der großen Bühne thematisch einen weiten Bogen, von der digitalen Architektur in Estland und Metaverse über den sichersten Fahrer der Welt bis hin zu sechs Learnings aus der Sextoy-Industrie.
Mit dabei waren Vertreter von Firmen wie Google oder Meta, aber auch regionale Helden von Start-ups und renommierten Vorarlberger Unternehmen. In der Expo Area präsentierten lokale Betriebe ihre innovativen Ideen und die Besucher wurden mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt.

Das war die Interactive West 2022

Zwölf Tonnen Material für Ton und Licht, 600 Meter Traversen, acht Kilometer Stromleitung, acht LKW-Ladungen, 70 Kettenzüge und über 560 Stunden Aufbau – für die große Digitalkonferenz wurden keine Kosten und Mühen gescheut, um den Besuchern eine Veranstaltung der Superlative zu bieten. Und es hat sich gelohnt, denn sowohl die Speaker als auch die Teilnehmer waren begeistert.
„Ich fand es super: Es war sehr spannend und professionell gemacht. Ich war sonst immer bei größeren Konferenzen, aber die Interactive West kann hier definitiv mithalten, auch was Technik und Speaker angeht,“ schwärmt Johanna Rief, Head of Sexual Empowerment und Global Director of Public Relations bei der Lovehoney Group.

Die Interactive West: ein Pflichttermin

Andrea Rojak und Jasmine Gregotsch (Meusburger Georg GmbH & Co KG) sind begeistert: „Viele denken, Meusburger stellt nur Stahlplatten her. Dabei sind wir mit unserem Webshop, dem ERP und dem Business Intelligence Tool einer der größten digitalen Arbeitgeber in Vorarlberg. Aus diesem Grund ist die Interactive West ein Pflichttermin für uns, um digitale Inspirationen zu bekommen und Kontakte zu knüpfen“.
Auch Speaker Dominik Lämmler, Meta Schweiz, genoss den Tag: „Super Bühne, super Veranstaltung und einen herzlichen Empfang habe ich erhalten, es macht Spaß bei euch hier“.

Zum Frühstück: Bühnenfeeling und Inspiration

Um 8:30 Uhr öffneten sich die Hallentüren und die Besucher konnten sich mit ersten Gesprächen, Kaffee und Croissants auf die Konferenz vorbereiten. Noch vor der Begrüßung durch Moderator Gerold Riedmann, Geschäftsführer Russmedia, erwartete die Teilnehmenden eine besondere Erfahrung: Sie betraten die Konferenzhalle über die große Interactive West-Bühne.
Danach ging es gleich ans Eingemachte: Julia Neumann, gebürtige Vorarlbergerin und Chief Creative Officer bei Johannes Leonardo, einer renommierten Werbeagentur in New York City (USA), erzählte von ihrem Leben und verriet auch ihre Erfolgsgeheimnisse. Im Anschluss drehte sich alles um den sichersten Fahrer der Welt. Andreas Wendel, Chief Technology Officer (CTO) beim US-amerikanischen Startup Kodiak Robotics, entwickelt mit seinem Team den „kodiakDriver“. Ein System, mit dem LKWs in Zukunft fahrerlos die Güter von A nach B transportieren können. Vor der ersten Pause erzählte Angelika Hrubi, Google-Marketing-Plattform-Lead für Österreich, die Neuheiten über Google Analytics 4.0.

Finanzen, Bikinis und ein digitaler Vorreiter

Nach einer kurzen Stärkung, die gleichzeitig Zeit bot, um Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen, ging es mit Larissa Kravitz alias Investorella weiter. In ihrem Vortrag drehte sich alles um Assets, Kryptowährungen und Metaverse. Weiter ging es mit zwei Brainsnacks aus der Region. Anna-Sophia Beck von Lansasia berichtete über ihr nachhaltiges Bikini-Label und Stephanie Hollenstein von Rhomberg Bau über die Herausforderungen der Digitalisierung eines Bau-Unternehmens.
Bevor es in die Mittagspause ging, bat Gerold Riedmann noch Robert Krimmer, Professor für E-Governance an der Universität Tartu in Estland, auf die Bühne. Der gebürtige Vorarlberger erzählte von der digitalen Architektur in Estland und was andere europäische Länder noch von dem kleinen Land lernen können.

Metaverse, Sextoys und Vorarlberger Digitalpreis

Nach dem stärkenden Mittagessen ging es mit einem weiteren Brainsnack von dem Familienunternehmen Giesswein weiter. Markus Giesswein berichtete, mit welchen digitalen und innovativen Ideen sie ihr Unternehmen zukunftsorientiert ausgerichtet haben. Nachfolgend begrüßte der Moderator die Vertreter der Wirtschaftskammer Stefan Hagen und Landesrat Marco Tittler auf der Interactive-West-Bühne. Daraufhin bot Dominik Lämmler, Agency Partner bei Meta Switzerland, den gespannten Zuhörern einen Einblick ins Metaverse.
Nach dem Ausflug ins Metaverse folgte eine Kaffee- und Netzwerk-Pause, bevor es mit der nächsten Vorarlbergerin weiterging. Johanna Rief, Head of Sexual Empowerment und Global Director of Public Relations bei der Lovehoney Group, berichtete, was andere Unternehmen von der Sextoy-Industrie lernen können.
Im Anschluss wurde der zweite Vorarlberger Digitalpreis von Georg Burtscher, Geschäftsführer Russmedia, überreicht. Das Projekt „DAVID“, eine unternehmensübergreifende Wissensplattform für Lehrlinge, überzeugte mit einer innovativen Idee und der digitalen Umsetzung der beiden Initiatoren Ibrahim Halil Altundal und Mathias Nußbaumer.
Als letzter Speaker des Tages betrat im Anschluss Michael Karg die Bühne. Als Global Chief Operating Officer bei Mindshare, einem weltweit tätigen Medien- und Marketingdienstleistungsunternehmen, weiß der gebürtige Vorarlberger genauestens über die Trends im Online-Marketing Bescheid. Nach jeder Menge Input klang der Tag bei leckeren Vorarlberger Spezialitäten, interessanten Gesprächen und kühlen Getränken aus.

Die Interactive West 2022 ist klimaneutral

Durch die Unterstützung der „Turn to zero“-Initiative ist es gelungen, die Treibhausgas-Emissionen der zweitätigen Veranstaltung in der Höhe von 18 Tonnen vollumfänglich zu kompensieren. Mit dem Klimaschutzprojekt „Mit Solarkochern zurück zur grünen Insel“ wird die Bevölkerung auf Madagaskar bei der Herstellung und Verteilung von klimafreundlichen Solarkochern unterstützt. Es wird außerdem dazu beigetragen die Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren und der voranschreitenden Abholzung des Regenwaldes entgegenzuwirken.



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