JETZT Audio 22.06.2022, 16:15 Uhr

"Warum reden plötzlich alle über Digital Audio?": Das Thema der Panel-Diskussion

Unter der Moderation von Birgit Sedlmayer-Gansinger diskutierten Harald Sulzbacher, Lukas Brändle, Joachim Feher und Katrin Steiner-Deditz im Rahmen eines Panels am Conference Day der JETZT  Audio am 22. Juni.
Panel-Moderatorin Birgit Sedlmayer-Gansinger (Virtual Identity), Harald Sulzbacher (gosh! Audioagentur), Joachim Feher (RMS), Katrin Steiner-Deditz (content.link) und Lukas Brändle (MediaCom).
(Quelle: MOMENTUM Wien)
Eine spannende Panel-Diskussion fand im Rahmen des Conference Day der JETZT Audio unter der Moderation von Birgit Sedlmayer-Gansinger (Virtual Identity) am 22. Juni statt. Die Panelisten waren Harald Sulzbacher (gosh! Audioagentur), Lukas Brändle (MediaCom), Joachim Feher (RMS) und Katrin Steiner-Deditz (content.link).
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es sofort in die Materie. Die erste Frage von Panel-Moderatorin Sedlmayer-Gansinger lautete, inwieweit die Zusammenarbeit zwischen Kreation und Agentur/Auftraggeber im österreichischen Markt aus Perspektive der Panelisten funktioniert. Feher: "Wir arbeiten mit der ORF-Enterprise seit Jahren am Werbewunder Radio und das funktioniert sehr gut. Eine Audio-Kampagne am Morgen, beschert KundInnen am Nachmittag. Auch gemeinsam mit dem CCA, versuchen wir, Radiowerbung attraktiv zu machen. Aber: Für TexterInnen ist Radio-Spots-Texten die Königsdisziplin, da es keine unterstützenden Maßnahmen, wie Bild, gibt." Feher fügte hinzu, dass "Emotionen auch im Radio eine wichtige Rolle spielen." Sulzbacher dazu: "Wobei ja Audio eigentlich viel emotionaler ist, als Bilder. Wie wir bei der JETZT  Audio gesehen bzw. gehört haben, spielt Musik eine ganz wichtige Rolle und die sorgt für Emotionen."
Steiner-Deditz: "Musik emotionalisiert auf jeden Fall. Bei Podcasts aber, steht schon das Gesprochene im Vordergrund und Soundeffekte eher im Hintergrund. Der gesamte Produktionsprozess bei Podcasts ist aber sicher weniger kreativ, als Werbespots." 
Eine weitere Frage im Rahmen der Panel-Diskussion lautete, ob auch bei Awards Digital Audio eine größere Rolle spielen werden? Brändle sagt, er habe zu Awards eine "Nicht-Meinung". Brändle: "Es geht in jedem Fall um Qualität und ich glaube, da stehen wir noch ziemlich am Anfang. Doch der nächste (Technologisierungs-) Schritt ist, bringt bestimmt auch einen Kreativitätsschub bzw. eine erhöhte Qualität."
Sedlmayer-Gansinger startete mit dem neuen Thema: Die Nähe von Journalismus und Online Audio. Dem stimmten die Panelisten einstimmig zu. Die Moderatorin fragte außerdem, ob es "Wünsche gibt, was die Ausbildungsmöglichkeiten in dem Bereich betrifft?" Brändle: "Ich glaube nicht, dass es zu wenig Leute gibt, die sich dafür interessieren. Schwierig ist, ob die Jungen dort auch bleiben, was die finanzielle Aussichten betrifft."
"Welche 1-2 Themen werden wir uns in dem Bereich in den nächsten Jahren beschäftigen müssen?", fragte Sedlmayer-Gansinger weiter. Steiner-Deditz: "Alles was Messung und Technik angeht, da stecken wir in Österreich noch in den Kinderschuhen. Oft funktionieren Dinge einfach nicht richtig." Sulzbacher fügte hinzu, dass "Marketer sich in Zukunft mehr bei dem Thema überlegen müssen" und untermauerte seine Aussage mit einem Beispiel aus seinen eigenen beruflichen Erfahrungen.



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