JETZT SUMMIT  06.04.2022, 12:40 Uhr

Agency Future Summit: Die Zukunft der Digitalagenturen ist divers

Moderiert wird der Agency Future Summit von Jürgen Bauer (Fachgruppe Werbung), Panelisten sind: Sebastian Mayer, Susanne Holzer, Victoria Überreich, Markus Höfinger, Stefan Häckel, Jürgen Bogner und Andreas Martin.
Das Agency Future Panel moderiert von Jürgen Bauer (Fachgruppe Werbung) mit den Panelisten: Susanne Holzer (Liechtenecker), Victoria Überreich (digireich), Sebastian Mayer (Ketchum Publico), Andreas Martin (Porsche Media & Creative), Markus Höfinger (Accenture Interactive) und Jürgen Bogner (biteMe Digital).
(Quelle: MOMENTUM Wien)
"Welche Art von Digitalagenturen braucht der Markt wirklich?" lautete der Titel des Agency Future Summits im Rahmen des JETZT SUMMIT 2022. Inwiefern haben sich in den letzten zwei Jahren bzw. den nächsten fünf Jahren die Anforderungen an Agenturen geändert? fragte Bauer in die Runde. Holzer (Liechtenecker) startete und ist davon überzeugt, dass "sich das Agenturenmodell in letzter Zeit gar nicht so sehr verändert hat, sondern mehr die Menschen bzw. deren Wünsche. In unserer Branche ist das auch sehr schwer vorherzusehen." Mayer (Ketchum Publico) antwortete aus Sicht einer Full-Service-Agentur, dass „Kundenbriefings vor zehn Jahren ganz anders waren, als jetzt. Mittlerweile haben sich die Kundenanforderungen stark verändert, besonders durch die digitale Kommunikation.“ Martin (Porsche Media & Creative) erläuterte die Vorteile einer inhouse Agentur und gibt zu, "dass auch wir oft externe Partner zu Rate ziehen" und erklärte das anhand eines Event-Beispiels. Bogner (biteMe Digital) sprach über seine Agentur, die er inmitten der Corona-Pandemie gegründet hat. "Ich sehe mich als verlängerter Arm von DigitalexpertInnen, um zusätzliche Zielgruppen anzusprechen."
Überreich (digireich) berichtete aus Agenturensicht und meint, dass "derzeit stark Social Media-Coachings gefragt sind. Mein Tipp an den Kunden ist da immer, dass man sich das selbst aufbauen muss, um authentisch zu sein. Da geht es ja primär um den Content." Höfinger (Accenture Interactive) meint, "dass wir im Unternehmen versucht haben, alles für die Kunden anzubieten. Wir kommen aus der Unternehmensberatung, ein Drittel ist auch Beratung, ein weiteres Drittel ist Kreation und zuletzt Tech." 
Die Diskussion entwickelte sich weiter, wobei die "Menschen im Mittelpunkt stehen, also auch Mitarbeitende, die ein Teamgefühl haben," so Überreich weiter. Eine weitere Frage von Moderator Bauer lautete, wie man derzeit mit Home Office Regelungen umgehe? Mayer antwortete, dass "es bei uns ausgezeichnet funktioniert hat, denn wir haben auch vor Corona schon remote gearbeitet. Dennoch: Natürlich fehlt die menschliche Komponente, also werden wir weiterhin das hybride Arbeitszeitmodell umsetzen." Höfinger warf ein, "dass man das Bonding zur Marke/dem Unternehmen bei zu viel Home Office verlieren könnte." Martin ergänzte, "Home Office hat die Art des Zusammenarbeitens gearbeitet. Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, zwischen Home Office und Arbeiten im Büro. ich wünsche mir den Weg zurück ins Büro." Überreich ist davon überzeugt, dass "es Zeit ist, Mitarbeitende nicht ans Büro zu binden oder sonst einen Ort. Es geht um die Leistung." Holzer ergänzte weiter, "Home Office hat dazu geführt, dass man viel intimere Einblicke bekommt (Kinder, Haustiere, Wohnung). Und früher war es so, dass man insgesamt 3 Stunden für ein Meeting benötigte - Anfahrt, Meeting, Abfahrt. Da finde ich das aktuelle Modell effizienter." Bogner sagte dazu, "dass wir im Büro gemeinsam schon viel kreativer sein können, als über einen Bildschirm. Wir haben einfach Montag und Freitag Home Office-Tage, die anderen sind wir im Büro und können gemeinsam kreativ sein."



Das könnte Sie auch interessieren