FMP Future Talk 25.11.2020, 08:15 Uhr

"Vision 2030": Was bringen die 20er Jahre?

Der vom Forum Media Planung veranstaltete webTALK stand ganz im Zeichen der Unternehmensvisionen unter den neuen Bedingungen. Dabei ging es vor allem um den aktuell stattfindenden Wertewandel, die veränderten Marktvoraussetzungen und die Kundenorientierung der Zukunft.
Das Podium des Abends: Christine Antlanger-Winter (Google Austria), Andreas Bierwirth (Magenta Telekom), Moderatorin Nana Siebert (derStandard.at), Alexander Wrabetz (ORF) und Maimuna Mosser (IKEA Austria).
(Quelle: Screenshot webTALK (19. November 2020))
Das Jahr 2020 stellte für viele Unternehmen einen besonderen Meilenstein dar. Unter dem Motto "Vision 2020" wäre dieses Jahr die Evaluierung von langfristig gesetzten Zielen und Visionen geplant gewesen. Die Corona-Pandemie schuf allerdings völlig neue und unvorhergesehene Herausforderungen. Im Rahmen des Forum Media Planung (FMP) webTALK #40 am 19. November ging es um die Frage: Welche Anforderungen erwarten die Branche unter den neu geordneten Umständen und was bedeutet das für den nächsten Meilenstein – die "Vision 2030"? Am virtuellen Podium diskutierten Christine Antlanger-Winter von Google Austria, Andreas Bierwirth von Magenta Telekom, Maimuna Mosser von IKEA Austria und Alexander Wrabetz, ORF. Die Moderation übernahm Nana Siebert, derStandard.at.

Corona als Digitalisierungsbeschleuniger

Siebert eröffnete das virtuelle Podium mit der Frage, was aus den 2020er-Visionen der jeweiligen Unternehmen wurde. Dabei zeigte sich klar, dass die Krise nicht unbedingt Visionen zerstört, sondern in vielen Fällen beschleunigt hat. Vor allem den zahlreichen digitalen Entwicklungen, wie Home Office oder virtuelle Service-Angebote, hat die Pandemie Geschwindigkeit verliehen. Im Rahmen dessen sei laut Bierwirth eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur für das ganze Land zukünftig unverzichtbar. Wrabetz zeigt zudem auf, wie wichtig eine moderne, kritische Medienlandschaft ist. 

Relevanz der digitalen Innovation 

Anschließend gaben die Podiumsgäste einen Ausblick auf die kommenden Jahre und die Learnings aus der Krisenzeit. Auch hier stellte sich heraus, dass Trends und Weiterentwicklungen nun schneller voranschreiten als geplant. Wer sich bereits früh mit kundenorientierten, digitalen Möglichkeiten auseinandergesetzt hat, habe jetzt weniger Probleme sich auf die "neue Realität" einzustellen. Im Zuge dessen nannte Antlanger-Winter einige Vorzeigebeispiele aus dem österreichischen KMU-Sektor. Bierwirth betonte in diesem Zusammenhang außerdem, wie riskant es ist, bei der digitalen Weiterentwicklung einzusparen. 

Der Konsument im Zentrum der Aufmerksamkeit 

Neben der Digitalisierung werden in Zukunft die Konsumenten und ihre Bedürfnisse noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Darum gab Mosser einen Einblick in die verschiedenen Projekte, die IKEA derzeit unter dem Motto "Accessibility" verfolgt. Die Idee dahinter: Überall dort für den Kunden verfügbar sein, wo gerade Hilfe benötigt wird – egal ob off- oder online. Im Rahmen dessen erlangt auch der Aspekt der Nachhaltigkeit eine immer wesentlichere Bedeutung. 

Die Vereinbarkeit von Digitalisierung und Kundennähe 

Abschließend ging es um die Frage, wie Marken in einer zunehmend digitalen Welt trotzdem die Nähe zum Konsumenten halten können. Hier waren sich die Experten einig, dass sich durch die Digitalisierung und die Unterstützung der Medien zahlreiche Chancen für die Pflege von Kundenbeziehungen ergeben. Vor allem die Beantwortung der Frage "Warum kommen die Konsumenten zu mir?" ist in diesem Zusammenhang relevant. Nur dann können die Möglichkeiten, die sich bieten auch sinnvoll genutzt werden. Im Rahmen dessen müssen sich Unternehmen und Marken bewusst werden, dass die Krise Veränderungen mit sich bringt (und bringen wird). Wer das akzeptiert und klare Haltung beweist, wird auch mit der Vision 2030 Erfolg haben.


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